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Placidahaus Xanten

Berufskolleg der Kath. Propsteigemeinde St. Viktor Xanten
Schule der Sekundarstufe II

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Elisabeth von Thueringen
Elisabeth meets Placida
Placida Viel
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Zu Beginn der Veranstaltung verwies Heinz Diste auf die Aktualität und Wichtigkeit der Grundhaltung, die die heilige Elisabeth von Thüringen, Schutzpatronin der Elisabeth-Stiftung, wie Schwester Placida Viel, Namenspatronin unserer Schule, miteinander verbindet und zugleich auszeichnet: Im Zentrum des Wirkens beider Frauen stand der vorbehaltlose und unbedingte Einsatz für kranke, schwache und arme Menschen – kurz gesagt für diejenigen, die besondere Hilfe und Fürsorge brauchen.

Eine Dienstleistungsmentalität auf der Basis bedingungsloser Wertschätzung und Akzeptanz der Pflege- bzw. Hilfsbedürftigen, so führte Diste weiter aus, sei Voraussetzung für Erfolg und Zufriedenheit in diesem Berufsfeld.

Nachfrageboom und Kostendruck über viele Jahrzehnte
Durch seinen kompakten und gut strukturierten Eröffnungvortrag, in dem er gesamtgesellschaftliche Entwicklunglinien aufzeigte und die sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven der helfenden, pflegenden und sozialpädagogischen Berufe erläuterte, sensibilisierte Diste die Schülerinnen und Schüler für die Thematik.

Distes Einschätzung nach, führen der umfassende demografische Wandel und stetiger wissenschaftlicher Fortschritt zu nachhaltigem Marktwachstum und zu Umstrukturierungsprozessen mit enormer Dynamik. Für den Sozialstaat bedeuten diese Entwicklungen eine permanente finanzielle Herausforderung; die zuständigen staatlichen Instanzen sehen sich zu effizienter Mittelverwendung und chronischer Sparsamkeit gezwungen. In diesem Kontext wird sich der schon heute spürbare Trend zur privaten Finanzierung von Gesundheits- und Sozialdienstleistungen weiter verstärken.
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Und die vielen Dienstleistungsanbieter können sich auf Dauer – auch auf einem boomenden Markt – nur behaupten, wenn sie eine gesunde Angebotsstruktur haben sowie dasökonomische Prinzip beachten, das heißt, wenn sie gute Qualität zu angemessenen Preisen anbieten.

"Die Beschäftigten an der Basis sind entscheidend für die Qualität der Leistung einer Institution."
Mit diesem Leitgedanken als Einstieg in die nachfolgende Gesprächsrunde machte der Referent den Schülerinnen und Schülern einerseits deutlich, wie wichtig ihre zukünftige Arbeit ist, aber andererseits auch, was von Ihnen verlangt werden wird. Dies haben viele der Schüler/-innen in ihren zahlreichen Praktika bereits spüren oder erfahren können.

Sie berichteten von bewundernswerten „Dienst-Leistungen“ ebenso wie von eklatanten Missständen und Problemen. Die nähere Betrachtung der Schülererlebnisse sowie einige prägnante Praxisbeispiele des Referenten ergaben ein klares Bild:

Ob Patienten, Kinder und Eltern oder Senioren: Alle verlangen eine hohe fachliche Qualität in der täglichen Arbeit und – vor allem – eine wirkliche Bereitschaft zur Dienstleistung, wie sie oben bereits skizziert wurde.

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Nachfrageorientierung und Visionen gefordert
„Wie stellen Sie sich eine Kindertagesstätte, ein Altenheim, ein Krankenhaus oder eine andere Einrichtung des Sozial- und Gesundheitswesens in der Zukunft vor?“
Die zukünftigen AltenpflegerInnen, Gesundheits- und KrankenpflegerInnen oder ErzieherInnen etc. legten sich mächtig ins Zeug, als sie im Rahmen der abschließenden Gruppenarbeit die Möglichkeit bekamen Ihren beruflichen Visionen freien Lauf zu lassen. Was dabei herauskam, kann sich sehen lassen: Die Einschätzung des Referenten angesichts der Ergebnisspräsentationen: „Ihre guten Ideen und Visionen sind der wichtige erste Schritt einer Marketingstrategie, an deren Ende ein erfolgreiches Dienstleistungsangebot stehen kann.“

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Die Thematik des Workshops wurde in den Folgewochen im Fach „Wirtschaftslehre“ nochmalsaufgegriffen und vertieft.

Wir danken Herrn Diste an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für seine engagierte, fachlich wie methodisch gelungene Unterstützung bei der Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler.

Zum RP-Artikel vom 22. Mrz. 2007

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Der Dozent
Hr. Diste Heinz D. Diste, war viele Jahre Geschäftsführer der AOK Essen, bevor er vor einigen Jahren zum Hauptgeschäftsführer der St. Elisabeth-Stiftung Essen ernannt wurde. Nebenberuflich hat Herr Diste mehrere Jahre lang an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Essen im Bereich Marketing gelehrt. Die Elisabeth-Stiftung ist einer der größten Dienstleistungsanbieter im Gesundheits- und Seniorenbereich im Ruhrgebiet. Der Schwerpunkt des Workshops wird sich mit zukunftsrelevanten Themen des Berufsfeldes „Gesundheit“ befassen, aber auch die Perspektiven des Sozialwesens (z.B. im Bereich Altenarbeit) sollen unter die Lupe genommen werden.